Anleitung – Vom Abstellraum zum HomeOffice Deluxe

Willkommen im „New Normal“ bzw. bei meiner ganz persoenlichen Transformation. In diesem Artikel zeige ich euch, welch Verwandlung mein ehemaliger Abstellraum hinter sich hat, welche Hardware ich einsetze und weshalb ich glaube, dass ich in Zukunft nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger arbeiten werde.

Das zweite Update ist da und bezieht sich auf Kameras und Ton. Ihr findet alle Daten, Specs, Fotos und Eindruecke in den entsprechenden Kategorien dieses Artikels. Ueber Feedback, Likes und Shares freue ich mich wie immer sehr!

Ich glaube ich untertreibe nicht wenn ich sage, dass Covid19 unser Leben so fundamental veraendert hat, wie wohl kein Ereignis zuvor. Wohlgemerkt spreche ich hier natuerlich fuer alle Nachkriegsgenerationen, denn ich bin mir sicher, dass meine Grosseltern ueber diesen “Lockdown” relative muede gelaechelt haetten.

Zum ersten mal in den letzten 15 Jahren bin ich fuer 3 Monate am Stueck an einem Ort und damit auch zum ersten mal so lange in meiner Wahlheimat Taiwan. Wer mein mediales Leben in den letzten Jahren verfolg hat weiss, was dies fuer einen Einschnitt in meine ueblichen Routinen bedeutet und genau da moechte ich ansetzen.

Embrace the new Normal!

Seit ueber 11 Jahren wohne ich in Taipei, der Hauptstadt Taiwans, und habe in dieser Zeit mein ehemaliges Blog Mobilegeeks und in den letzten Jahren die Daimler-Kanaele bespielt. Remote, aus dem HomeOffice und das ohne Probleme. Mag man den Statistiken der Hans-Boeckler-Stiftung Glauben schenken (und das tue ich), dann arbeiteten vor Corona 4% in Deutschland aus dem HomeOffice. Waehrend der aktuellen Krise ging diese Zahl bis auf 21% hoch und stieg somit um mehr als den Faktor 5.

In diesem Sinne ein herzliches “Willkommen” in die Runde und schoen, dass nun so viele die Moeglichkeit hatten genau das zu erfahren, was viele “von uns” in den letzten Jahren bereits umgesetzt haben. Digitale Transformation bedeutet auch effizienter und nachhaltiger zu arbeiten und genau das hat in meinen Augen die Coronakrise ermoeglicht. Bitte nicht falsch verstehen… ich versuche hier keine makabren Scherze auf den Ruecken von inzwischen ueber 350 000 Opfern zu machen. Sollte dies so rueberkommen, dann bitte ich wirklich vom Grunde meines Herzens um Entschuldigung.

Zum ersten Mal haben auch Arbeitgeber*innen die Chance zu sehen, wie gut es funktionieren kann, wenn die Kolleginnen und Kollegen aus den eigenen 4 Waenden heraus produktiv werden. Wann und wie bitte haetten wir denn jemals einen derartigen Stresstest fahren koennen? Wie haetten wir denn ein “Proof of Concept” so offenbarend auf die Brote unserer eingeschraenkten Arbeitsplatz-Horizonte geschmiert bekommen, wenn nicht durch wochenlange Ausgangsbeschraenkungen?

Und genau damit war fuer mich auch der Punkt erreicht um zu sagen: so, Schluss mit der Gleichung Laptop + Couch = HomeOffice

Du gehst dies jetzt richtig professionell an und schaffst dir deinen ganz persoenlichen Traum des perfekten Arbeitsplatzes.

Und genau diesen moechte ich euch nun vorstellen und auch gleich einwerfen, dass sich dieser Artikel einer der technologischen Entwicklung geschuldeten Dynamik unterwirft! Heisst im Klartext, ich werde diesen immer wieder updaten und auf den neuesten Stand bringen.

Batman HomeOffice Begins

Willkommen in meiner persoenlichen Abstellhalde. Knappe 10 Quadratmeter gross, haesslich, erdrueckend klein und vor allen Dingen ungenutzt. Und dafuer zahle ich auch noch jeden Monat!

Also um mich mal zu offenbaren (und ja, es ist mir durchaus peinlich)… so sah es aus:

Schlimm oder? Und genau daran musste sich was aendern und deshalb habe ich mich durch dutzende YouTube Videos gearbeitet und erkannt, dass frische Farben am Anfang jeglicher inspirierenden Arbeitsumgebung stehen. Bei mir war es die Kombination Hell- und Dunkel-Grau!

„Und denk mir an die Deko!“

Da ich in Zukunft plane viel mehr Bewegtbild aus meinem kleinen Office zu produzieren (Huhu LinkedIn-Community, ich habe da speziell fuer euch was in der Pipeline), braucht es einen vernuenftigen Hintergrund. Als Geek, Gamer und Nintendo-Fan der ersten Stunde, habe ich ein paar Retro-Poster gerahmt:

und mit Ayrton Senna Autogrammen, Ikea-Plastikblumen, YouTube-Award und ein paar Gadgets kombiniert:

Das sind einfach zum Teil Dinge, die nicht nur Staub fangen, sondern mit positiven Erinnerungen vollgepackt sind. Senna ist fuer mich nicht nur der beste Rennfahrer aller Zeiten, er hat mir auch als Mensch extrem imponiert und 2 Autogramme von ihm anschauen zu duerfen, das tut mir richtig gut.

Dazu seht ihr oben rechts in der Ecke noch den ASUS Eee PC, der meiner Techblogging-Karriere zum finalen Durchbruch verhalf. Vor 13 Jahren habe ich damit das Blog Eeepcnews.de gestartet, innerhalb von 4 Wochen 10k tgl. Besucher gezaehlt und nach 2 Monaten zum ersten Mal 5-stellige Werbeeinnahmen erzielt. Und das nachdem ich 7 Jahre lang online ueber Tech publizierte. Fuer mich mein wichtigstes Symbol fuer Durchhaltevermoegen.

Schafft euch eure ganz persoenlichen Altare mit Dingen, die sich nicht nur optisch gut machen, aber die euch positiv aufladen. Lagerkoller wird damit schon im Anfangsstadium erstickt!

Let there be light!

Ohne Licht geht gar nichts und genau deshalb habe ich hier wirklich richtig Gas gegeben. Ein LiveStream, ein Video oder eine Zoom-Session ohne vernuenftiges Licht, ist so spannend wie die Uebertragung des laengsten Briefschach-Turniers.

Let there be light

There was light!

AC/DC – Let there be rock

Deshalb habe ich mich fuer Smart-LEDs und LED-Stripes von Xiaomi entschieden, die nicht nur unter der Decke angebracht sind, sondern auch unter meinen beiden Desks:

Im Hintergrund habe ich noch einen farblich passenden TV-Tisch mit einem Google-Assistant Display von Lenovo, einer Smart-LED und meinen Routern gepackt. Das sieht dann erstmal alles andere als ordentlich aus:

Aber zum Glueck habe ich bei Ikea passende Plastikpflanzen entdeckt, die das Kabel-Chaos ganz wunderbar kaschieren. Voila!

Wer sich nun fragt, welche Kacheln da noch an der Wand leuchten… dies sind die Nanoleaf Canvas und ich habe insgesamt 25 Stueck davon. Ich kann sie entweder via App, 12-seitigen Remotecontrol-Wuerfel oder gar Stimme steuern. Sie reagieren u.a. auch auf Beruehrung und Sprache.

Btw. dieses Theme sieht in Kombination mit aehnlichen Farben unterhalb meiner Desks einfach nur perfekt in abendlichen Streams aus. Smart-LEDs bieten mir die Moeglichkeit schnell Stimmungen zu schaffen, die eine weisse Gluehbirne niemals hinbekommt.

Wegen Hardware frage ich…

Ok. I hear you… kommen wir final zu meiner verbauten Hardware. Ich habe mich fuer 2 Desks von Ikea (155x75cm) und den Alex Schubladen-Containern entschlossen.

Mein Hauptrechner (recht alter Intel Core i7 4790k mit 32GB RAM und NVIDIA GTX 1080) treibt einen Samsung CRG9 49-incher an, der Soundtechnisch von Audioenginge 2+ Monitoren unterstuetzt wird.

Als Tastatur nutze ich die Logitech MX Keys in Kombination mit der ebenfalls kabellosen MX Master 3 Mouse von der gleichen Firma. Uebrigens seht ihr auf der linken Seite noch den Remote-Wuerfel fuer meine Nanoleaf-LEDs. Sobald ich den umdrehe, wird ein vorher festgelegtes Farbspektrum gestartet.

Aber damit nicht genug, denn fuer meinen Podcast und Streaming-Arbeitsplatz habe ich noch ein weiteres Desk eingerichtet. Einfach 90 Grad nach links drehen und ich schaue auf dieses Setup:

Ein Gigabyte Aero 15 Laptop (Core i7, 16GB RAM, NVIDIA GTX 1070) treibt hier einen 27-inch BenQ 4K-Screen an, der an einem Amazon Prime Basic-Arm haengt (VESA-Mount).

Gerade den Amazon Mount kann ich wirklich nur empfehlen. Ich habe davon inzwischen davon 3 im Einsatz. Ja es gibt guenstigere Varianten, aber die Usability und Robustheit waren fuer mich ausschlaggebend fuer den Kauf. Fuer mich eines der wichtigsten Gadgets meines HomeOffice, welches ihr >>> HIER <<< bestellen koennt.

Links davon haengt ein Shure SM7B Mikrofon, welches via Cloudlifter Vorverstaerker in den Focusrite Scarlett 2i2 geht. Das Verleiht dem Mic den notwendigen „Ooomph“ und wertet die Audioqualitaet erheblich auf.

Als Keyboard setze ich hier auf ein Keychron K1 Mechanical Keyboard, welches von einer Logitech G502 Gaming-Mouse unterstuetzt wird. Achja… eine kleine Xiaomi LED-Lampe gehoert auch noch zum Umfang.

And here we are…

Tja was soll ich sagen? So sieht der gesamte Spass nun aus:

und ich bin noch lange nicht fertig!

Aber dies ist der aktuelle Stand und soll euch ein wenig motivieren, euch ueber euren taeglichen Arbeitsplatz Gedanken zu machen. Ich kann natuerlich nur von mir sprechen, aber ich bin verdammt gluecklich mit dem, was ich mir in den letzten Wochen gebaut habe.

Wenn mein Google Assistent mich am Morgen aus den Federn holt (uebrigens immer mit 15 mins Bali-Meditationsmusik, gefolgt von Brown Eyed Girl und den aktuellen News) denke ich mir vor allen Dingen: Mensch, was habe ich heute wieder Bock in mein 10 Quadratmeter Geek-Paradise zu gehen.

Und genau dies muss immer das Ziel einer Transformation sein. Verbesserung, Fortschritt und ja, auch mehr Arbeits- und damit Lebensqualitaet!

ToDo-Liste und erstes Update

Ich habe noch einiges im Hardware zu verbauen bzw. noch im Zulauf. Dazu gehoert u.a. meine Sony A6400, die ich als Hauptkamera nutze, eine Logitech Brio fuer Gegenschuesse, Keylights von Elgato, das Streamdeck der gleichen Marke und 8qm Daemm-Matten, die dann an die Waende kommen.

Ach und bei den Monitoren habe ich auch umgebaut… (entschuldigt das Chaos, aber das ist Work in Progress). Der BenQ haengt nun an der Wand:

und mein alter 43-inch Samsung nun in der Ecke

Kameras, das Cam Link Wunder und erste Keynotes

Es hat sich einiges getan in den letzten Wochen und ich konnte endlich all meine Kameras anschliessen. Inzwischen sah mein Streaming-Setup mal also so aus:

Die Sony A6400 ist nun an einem Flexmount von Elgato angebracht und eine Logitech Brio 4k an einem 1 Meter 60 Boomarm, die es mir erlaubt diese in Zukunft sehr flexibel einzusetzen (Overheads, Closeups etc.). Ja und final habe ich noch eine Logitech 930e an der anderen Seite des Raumes angebracht… ja, ich haette einen Screenshot in besserer Qualitaet machen koennen, aber ich denke der Weitwinkel kommt ganz gut rueber:

Die Brio ist uebrigens auch ziemlich weitwinkelig und nein, dieses Foto spiegelt nicht ansatzweise die Qualitaet des Sensors wieder und war nur ein schneller Test:

Aber lasst uns doch mal ueber den absoluten Star reden und der kann nur durch dieses kleine Gadget genutzt werden:

Mit dem Elgato Cam Link 4k ist es moeglich jede Quelle via Hdmi Eingang als Streamingcam zu nutzen. Wirklich in all den mir bekannten Plattformen wie Skype, Zoom, Teams, OBS, etc. pp! Ja und mit der Sony A6400 und der passenden Beleuchtung ieht es dann so aus:

Ok, ich gebe zu, dass ich ein wenig getrickst habe, denn auch bei der Frontalbeleuchtung habe ich aufgeruestet und zwar mit zwei Elgato Keylights:

Ach ja, Sounddaemmung ist nun auch an der Wand, ihr seht die Brio ganz gut an ihrem Boomarm und das Elgato Streamdeck, auf das ich in einer der naechsten Folgen eingehen werde!

Hat sich das alles gelohnt?

Aber hallo! Ich habe in den letzten Wochen 4 digitale Keynotes, 2 Podcasts und massenhaft Videokonferenzen durchgefuehrt und jetzt ratet mal wie die Reakionen waren?

Von: „Ist das aufgezeichnet“ ueber „Halleluja“ bis hin zu „Wie zur Hoelle hast du das gemacht?“

Da war wirklich alles dabei und wenn ich ehrlich bin, dann laesst es mich dieses Chaos hier:

ganz schnell vergessen!

To be continued…

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