Technischer Vorsprung und Nachhaltigkeit – geht das? | EPOS Kooperation

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Apple hat vor einer Weile für Aufmerksamkeit gesorgt, weil man in Zukunft keine Ladekabel zum neu gekauften Handy dazu legt. Laut eigener Aussage aus Gründen der Nachhaltigkeit, für einige klingt es dagegen nach finanzieller Optimierung oder wie man im Schwabenländle sagt: Sparfüchse. Aber klar, die Herausforderung in dem Sektor ist groß: viel Plastik, viel Metall, viel Hardware. Kann man also als Tech-Unternehmen richtig nachhaltig sein? Die Frage habe ich mir im Rahmen der Kooperation mit EPOS gestellt und gedacht: schreib ich doch mal einen Artikel dazu!😉 Und weil das ein komplexes und vor allem umfangreiches Thema ist, hab ich mir Unterstützung aus der Redaktion von unserem Nachhaltigkeits-Nerd David geholt. Was macht EPOS für die Nachhaltigkeit heute und in Zukunft? Und wieso sollten andere Unternehmen das Thema Lärmbelastung ernster nehmen? Mehr dazu jetzt in unserem Artikel!

 

Was ist überhaupt diese Nachhaltigkeit?

ESG, SDGs, CSR – klingt wie ein Fanta 4 Song, aber wird für Unternehmen rechtlich und wirtschaftlich immer wichtiger. Hinter diesen Abkürzungen verstecken sich Ziele und Aufgaben für Firmen, die die Welt sozialer und ökologischer machen sollen. Die meisten sagen dazu „Nachhaltigkeit“, ein Begriff der 1713 von Hans Carl von Klausewitz für die damalige Holzwirtschaft formuliert wurde. Seitdem haben sich unsere Bedürfnisse massiv verändert – Öl, seltene Erden und smarte Menschen sind mittlerweile die wichtigsten Ressourcen unserer Zeit. Aber die Problematik, die Klausewitz damals beschrieben hat, ist geblieben: „Man soll keine alte Kleider wegwerffen / bis man neue hat / also soll man den Vorrath an ausgewachsenen Holtz nicht eher abtreiben / bis man siehet / daß dagegen gnugsamer Wiederwachs vorhanden“(ist Altdeutsch nicht herrlich?😉😂). Wer also auch in Zukunft heizen und bauen will, der muss genügend Bäume pflanzen. Und wer in Zukunft Top Talente für sich gewinnen will, sollte mehr über Nachhaltigkeit reden und vor allem etwas dafür tun. Für 60% der Bewerber und Bewerberinnen ist Nachhaltigkeit ein Entscheidungskriterium, das aber nur in einem von zehn Fällen im Recruitinggesprächen besprochen wird.

Das Nachhaltigkeitsdreieck

Nachhaltigkeitsdreieck
Das Nachhaltigkeitsdreieck – Soziales, Ökonomie und Ökologie – Quelle: https://www.nachhaltigkeit.org/

Eine der bekanntesten Definitonen zu dem Thema ist das Nachhaltigkeitsdreieck. Idealerweise wird so gehandelt, dass sich das Geschäftsmodell wirtschaftlich rentiert und das nicht auf Kosten der sozialen und ökologischen Komponente funktioniert. Das Optimum wäre daher ein sozial-ökologisches Wirtschaftskonzept. Dass diese Art zu wirtschaften möglich ist, zeigen Firmen wie Fairphone, die von Anfang an Umwelt und Mensch fokussiert haben. Aber auch die erfolgreiche Transformation ist möglich, wie Vaude beweist. Ob und wie Großkonzerne – á la Apple, Samsung und Co. das schaffen können, also keinen negativen Einfluss auf die Umwelt zu haben und die Menschen in den Lieferketten fairer zu behandeln und trotzdem wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, ist sicherlich komplexer und wird eine große Umstellung erfordern. Aber genug der „Nachhaltigkeits-Geschichtstunde“, zurück zu unserem Kooperationspartner EPOS. Erste Anlaufstelle dabei: der Nachhaltigkeitsbericht des Mutterkonzerns Demant. Eine Grundlage, um mal Vergleiche ziehen zu können sind die SDGs, also Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Falls ihr sie aus irgendeinem Grund nicht auswendig wisst, gibt’s sie hier nochmal. 😉

 

SDGs von EPOS bzw. Demant

 

Reduce, reuse, recycle – EPOS Nachhaltigkeitsstrategie

Unter diesem Motto versucht man „grünere und intelligentere“ Hörgeräteverpackungen zu gestalten. Das klingt erstmal nach Greenwashing, aber tatsächlich steckt hinter dieser Aussage etwas dahinter. So sollen neue Papier- und Kartonschachteln aus 70-100 % recycelten Materialien und alten Schachteln bestehen, die mit 100 % Ökostrom hergestellt werden. Des Weiteren sollen FSC-zertifizierte Materialien genutzt werden, also Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft (da ist wieder der Klausewitz😉). Außerdem werden Anweisungen auf die Verpackung geschrieben, damit auf Beipackzettel (die eh nie jemand liest) verzichtet werden kann.

Aber natürlich werden auch die Produkte und die Herstellung selbst optimiert. Verbesserter Arbeitsabläufe, weniger Komponenten und damit weniger Abfall, aber auch das Design sollen die Hörgeräte und Kopfhörer nachhaltiger machen. So sollen die neu gestaltete Wachsfilterbehälter und die optimierten Herstellungsprozesse 11,5 Tonnen Kunststoff pro Jahr einsparen. Wer in Gewichtschätzung so schlecht ist wie David und ich: Das sind in Relation 2-3 Elefanten!🐘
Außerdem will das Unternehmen darauf achten Transportwege zu reduzieren und emissionsarme Energie zu nutzen. Deshalb wurde schon 2012 in die nachhaltige Windfarm Bokum Riffgrund 1 investiert, die den Demant Energiebedarf von 33.700.00 kwh 5 Mal deckt. Aber bei dem Thema Energie sind Scope 1, 2 und 3 am wichtigsten – viele werden jetzt gerade sagen “Das was? Ist das nicht eine Kindershow?”, deshalb hier ein schnelle Zusammenfassung zum Thema Scope!

Scope 1-Emissionen stammen aus Emissionsquellen innerhalb der betrachteten Systemgrenzen, etwa unternehmenseigenen Kraftwerken oder Fahrzeugflotten.
Scope 2-Emissionen entstehen bei der Erzeugung von Energie, die von außerhalb bezogen wird, dies sind vor allem Strom und Wärme aus Energiedienstleistungen.
Scope 3-Emissionen sind sämtliche übrigen Emissionen, die durch die Unternehmenstätigkeit verursacht werden aber nicht unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, zum Beispiel bei Zulieferern, Dienstleistern, Mitarbeitern oder Endverbrauchern.

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Demant Group Footprint – Quelle: https://www.demant.com/about/sustainability/environment-and-climate

Wie die Grafik zeigt, wird der Konzern hier immer ökologischer. Aber es fehlt das Scope 3, das laut EPOS erst in den kommenden Jahren erhoben werden soll. Dabei steckt darin die größte Möglichkeit auch andere Unternehmen dazu zu bringen, nachhaltiger zu werden. Hier ist zum Beispiel der Handesriese Otto schon deutlich weiter und klarer in den Zielen. Das war das wichtigste zur Ökologie, aber wie sieht es auf sozialer Seite aus?

Hören soll für alle da sein

Wie bei den meisten globalen und modernen Firmen, spielen Gleichberechtigung, Inklusion und faire Behandlung der Angestellten eine wichtige Rolle. Darauf wollen wir an der Stelle nicht tiefer eingehen, weil das eigentlich ein andere „Nachhaltigkeitsartikel wäre.“ Aber ein weiteres Thema ist mindestens genauso spannend: Der Purpose des Unternehmens ist es, die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen im Bereich Hören zu steigern. Das soll durch hochentwickelte Hörgeräte geschafft werden, aber auch durch entsprechende Prävention. Schätzungsweise über 400 Millionen Menschen weltweit haben eine eingeschränkte Fähigkeit richtig zu hören, aber nur 17% dieser Menschen wird mit Technik geholfen. Deshalb wird mit entsprechenden Kampagnen nicht nur auf das Thema aufmerksam gemacht, sondern auch die Hörfähigkeiten von Interessierten auf Events getestet und Tausenden kostenlose Geräte geschenkt.

Demant Group Aktionen für besseres Hören – Quelle: https://publications.demant.com/demant/Demant_Sustainability_Report_2020/?_ga=2.31932286.1970419951.1618923541-857164564.1596142734&page=72

Hinzukommen etwa 15 Millionen Euro, die 2020 für soziale, kulturelle und Hearing Health Projekte gespendet wurden. Hier wird also eine Menge getan, um das Hören und damit Leben von Menschen zu verbessern. Und das ist auch für Angestellte nicht unwichtig… und natürlich auch für Kooperationspartner… 😉

Power of Audio – warum Lärm ein großes Problem ist

Laut einer Studie von EPOS leidet die Konzentration und Effizienz von 95% der Arbeitnehmenden durch Lärm. Das sorgt bei manchen für Stress und gerade schlechte Qualität bei Audioproduktion geht nicht nur auf die Nerven, sondern verlängert die Bearbeitungszeit von Projekten. Hinzukommt, das Lärm krank machen kann. Schon ab etwa 25 dB kann beispielsweise der Schlaf oder die Konzentration gestört werden, was auf Dauer die Anfälligkeit für Depression erhöhen kann. Ab etwa 60 Dezibel schüttet der menschliche Körper z.B. die Stresshormone Cortisol und Adrenalin aus und diese erhöhen Herzfrequenz und Blutdruck, was den Hormonhaushalt verändert und damit den Stoffwechsel und Gehirnstromaktivität verschlechtert. Das große Problem: Großraumbüros können 80dB Lautstärke erreichen. Wer also produktive und vor allem gesunde Arbeitnehmer haben will, der sollte das Lärmumfeld anpassen. Genau hier kommt das Thema Noise Cancelling ins Spiel. Während die meisten Kopfhörer einfaches NC haben, also Außengeräusche durch die Isolierung vermindern, geht Aktive Geräuschunterdrückung einen Schritt weiter: Bei ANC filtert Technologie (teilweise mit Künstlicher Intelligenz) Umgebungsgeräusche aktiv raus und unterscheidet dabei bewusst zwischen Lärm, der stört und Lärm der wichtig ist. Den Feueralarm wegen Kopfhörern zu überhören wäre nicht so gut, vor alle wenn wir jetzt remote Arbeiten und gerade in der Telko Richtung U-Bahn laufen… Mehr Details zu diesem spannenden Thema gibt es in diesem Livestream.

Fazit

Unterm Strich zeigt sich, dass EPOS schon einiges Richtung Nachhaltigkeit tut. Auf der ökoligischen Seite wird versucht, die Produktion effizienter und Ressourcen schonender zu gestalten. Hinzukommt eine soziale Verantwortung, durch die das Leben von Menschen besser werden soll. Dabei sollen nicht nur die eigenen Angestellten von Lärmschutz profitieren, sondern auch Menschen, die gesundheitlich wirklich Hilfe brauchen. Unser „Fazit“ ist also: man kann mit EPOS durchaus eine nachhaltigere Kopfhörer Variante kaufen, aber natürlich ist auch EPOS gerade mitten in der Weiterentwicklung. Nachhaltigkeit ist eben kein Ergebnis, sondern ein dauerhafter Prozess! Besonders ein Bereich könnte noch spannend werden: refurbished oder gebrauchte Produkte senken den persönlichen Fußabdruck, da könnte sich ein Geschäftsfeld für viele Tech-Unternehmen auftun. Viele Kunden werden die Alternative vermutlich lieben! Wer dagegen neue Produkte kaufen will, der sollte beim nachhaltigen Shop avocadostore vorbeischauen. Wie am Anfang angedeutet, ist es sehr schwer, Spitzentechnologie und Nachhaltigkeit miteinander zu vereinen. Wir sind also gespannt, was sich in Zukunft hier tut und ob Big Player wie Demant/EPOS auf Dauer genau diesen Spagat schaffen. Wir sind schon mal zuversichtlich…😊

Und wer jetzt noch mehr über ANC Kopfhörer erfahren will, der ist hier an der richtigen Adresse.

Wir hoffen, ihr konntet einiges Mitnehmen und hattetnachhaltig Spaß mit diesem Artikel.

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