Home Office forever – warum der Trend zum Stubenhocken nicht mehr weggeht

Da war sie wieder, eine Meldung, wie wir sie immer häufiger lesen. Kurz vor dem Start von STBNHCKR gab der Softwareriese Microsoft bekannt, dass seine Mitarbeiter auch nach der Coronakrise im Homeoffice arbeiten dürfen bzw. sollen.

Konkret sieht die neue Regelung vor, dass jeder Microsoft-Mitarbeiter 50 % seiner Arbeitszeit im Home Office verbringen kann. In Absprache mit dem jeweiligen Manager und abhängig von der jeweiligen Aufgabe können daraus sogar 100 Prozent werden – inklusive der Möglichkeit, an einen anderen Ort zu ziehen.

Der Launch von STBNHCKR – jetzt die Aufzeichnung unseres Livestreams ansehen.

Home Office forever. Was für ein Gedanke …


Wieviele Tage Home Office pro Woche sind eigentlich sinnvoll? Sagt es uns in unserer Umfrage der Woche:


Für uns von STBNHCKR ist die Microsoft-Entscheidung der Beweis, dass wir richtig liegen: Das Home Office geht nicht mehr weg. Im Gegenteil. Es wird zum bestimmenden Thema der nächsten Jahre. Denn Arbeit im und aus dem Home Office ist gar nicht so einfach und wirft viele, viele Fragen auf.

We will offer as much flexibility as possible to support individual workstyles, while balancing business needs, and ensuring we live our culture.

Kathleen Hogan, chief people officer MICROSOFT

Wie arbeitet man zusammen, wenn man sein Team nur noch virtuell sieht und man eventuell sogar in unterschiedlichen Zeitzonen lebe? Wie funktioniert das eigentlich, wenn man kleine Kinder zuhause hat? Welche Tools sollte man nutzen? Wie stattet man sein Büro aus? Was macht das mit der Unternehmenskultur?

Home Office ist digitale Transformation

Diese Fragen kann man als Angestellter gar nicht so einfach beantworten, wie so manche Freelancer, die ja ihre eigenen Chefs sind. In großen Organisationen ist das Thema Home Office Teil des noch größeren Themas „digitale Transformation“.

Denn wenn die digitalen Tools und das digitale Mindset fehlen, dann passiert das, was viele Unternehmen und Institutionen zu Beginn der Corona-Pandemie erlebt haben: Chaos.

Denn auch wenn viele heute vom „Turbo-Digitalisierer“ Corona sprechen. Was bisher in Sachen Home Office geschehen ist, war eher Flickwerk denn Strategie. Wer im Gästezimmer am Jugendschreibtisch in einen Laptopbildschirm starren und seine Kollegen über die Gratis-Version von Zoom oder Google Hangout anrufen muss, der ist noch nicht im Home Office angekommen.

Wer das Home Office der IT überlässt, ist verlassen

Warum die meisten Unternehmen von der „Home-Office-Krise“ so überrascht wurden, dürfte eigentlich nicht verwundern. Gerade große Unternehmen hinken schon seit Jahren in Sachen digitaler Transformation hinterher. Schon vor mehr als einem Jahr bestätigte der Digital Means Business Benchmarking Report 2019 von NTT, den erschreckenden Zustand der Digitalisierungsbemühungen internationaler Unternehmen.

Das größte Problem: 49 % der digitalen Transformationsprojekte wurden 2019 immer noch ausschließlich von der IT geleitet und umgesetzt. Die Erkenntnis, dass digitale Transformation ein deutlich größeres Thema ist als nur die Einführung neuer Tools ist, hat bei vielen Firmen wohl erst Corona gebracht.

Home Office braucht eine besondere Kultur

Das Beispiel Microsoft zeigt: Es geht nicht nur darum, die nötigen Tools zu haben. Denn die stellt Microsoft schließlich selbst her. Es geht darum, den Rahmen für eine funktionierende Home-Office-Kultur zu schaffen.

Das geht nur, wenn Unternehmensführung, Personalwesen, IT und viele weitere Stakeholder im Unternehmen zusammenarbeiten – und nicht die wichtigsten Stakeholder vergessen, die beim Thema Home Office alles entscheidend sind: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in der neuen Home-Office-Welt auch erstmal zurecht finden müssen.

Genau dabei will STBNHCKR helfen – und mit Ideen, Tipps und viel Inspirationen Mut machen für eine neue Welt des digitalen Arbeitens.

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