HomeOffice – Die 10 besten Tipps für das Arbeiten von Zuhause

HomeOffice hier, Remote Work dort… Das ortsunabhaengige Arbeiten ist nicht erst seit der Coronakrise für viele Freiberufler taegliche Routine. Nun erleben es auch Millionen von Angestellten.

Seit der Einfuehrung von DSL und 3G gab es auch für mich keine Alternative zum Home-Office mehr und somit moechte ich mit euch meine ganz persoenlichen Produktivitaets-Tipps aus 20 Jahren Erfahrungen als “Bildschirmarbeiter” und digitaler Nomade teilen.

1. HomeOffice heisst nicht Schlafanzug und Couch

Auch wenn ich gerne behaupte, dass ich zwischen meinem privaten und beruflichen Leben nicht trenne, so ziehe ich diese Grenze ebenso im HomeOffice, wie “on the Road” auf einem Event! Ja, am fruehen Morgen mal schnell Mail und Social Media auf dem Phone oder Tablet checken, das geht, aaaaaber lasst den Laptop zu und setzt euch erst an den Schreibtisch, wenn ihr euch geduscht und angezogen habt. Das ist wie ein Hebel, der im Kopf umgelegt wird. Eben noch im Bett, jetzt im Arbeitsmodus!

Es soll uebrigens auch Menschen geben, die meinen, sich dafür in Anzug oder Business-Dress schmeissen zu muessen. Ich bevorzuge Casual-Wear und was bequemes!

2. Plane deinen Tag im HomeOffice

Wir alle haben Routinen entwickelt, die natuerlich stark von den Aufgaben abhaengig sind, die wir jeden Tag bewaeltigen müssen. Ich z.B. brauche morgens erstmal einen dicken Kaffee und lese dann min. 60 Minuten die aktuellen News, um auf den neuesten Stand zu kommen.

Ohne diese Routine kann ich nicht funktionieren und werde unruhig. Lasst euch also von niemanden einreden, solche Angewohnheiten zu ändern. Die sind wichtig für euch, um in den Arbeitstag zu kommen!

Wenn es aber darum geht, die anstehenden Aufgaben moeglichst effizient zu erledigen, hilft es, eine Tagesplanung zu machen. Ich schnappe mir dafür ein leeres Worddokument und stelle mir 3 simple Fragen:

  • Was muss ich heute erledigen?
  • Was hat heute Prioritaet?
  • Welche Projekte sind mir in Zukunft wichtig?

Jetzt gibt es Menschen die sich jeweils Zeitfenster für die Aufgaben setzen… Das kann ich nicht und halte es da mit dem Grundsatz der Debian-Entwickler*innen: Es ist fertig, wenn es fertig ist. Opfert niemals Qualitaet auf dem Altar des Zeitdrucks!

Dennoch solltet ihr unbedingt die Aufgaben mit der hoechsten Prioritaet zuerst angehen und dann sehen, wie ihr durch den Tag kommt. Ein Taskplaner ist für mich hier eine große Hilfe, denn letztendlich führt der mich durch den Tag. Getting things done!

3. Fokus, Fokus, Fokus und an die Arbeit denken

Wir alle kennen die Story des BBC-Reporters, der waehrend eines Interviews von seinen Kids “besucht” wurde. Lasst euch nicht ablenken und ja, ich weiß wie schwer das in den eigenen 4 Waenden sein kann.

HomeOffice heißt, das ihr eure Arbeit erledigen wollt und nicht, dass ihr die Ablenkungen zuhause mit offenen Armen willkommen heisst!

4. Pausen machen und “vor die Tuer” gehen

Tut euch einen Gefallen und schafft Platz für Pausen in eurer Tagesplanung. Mittagspausen und mal eben mit den Kolleg*innen in der Cafeteria quatschen, all das fehlt euch im HomeOffice. Das funktioniert auf Dauer einfach nicht.

Mal den Stift ablegen, den Bildschirmschoner anschmeissen und nicht nur die Akkus eures Smartphones aufladen. Euer Koerper braucht genauso Energie, wie euer Kopf Frischluft.

Mein Tipp:

  • Jede Stunde 5-10 Minuten Pause machen, es sei denn, ihr seid “im Flow”
  • Nach jeder groesseren Aufgabe eine groessere Pause
  • Feste Uhrzeiten für die Mittagspause einlegen

Und diese groessere Pause solltet ihr dann nutzen und vielleicht sogar erweitern:

  • Entdeckt ein neues Restaurant in eurer Nachbarschaft!
  • Warum nicht den Laptop mitnehmen und in einem Café oder Co-Workingspace weitermachen?
  • Schnappt euch einen Schreibblock oder Tablet und setzt euch in einen Park für ein paar kreative Gedankenblitze!

Wir sind alle Produkte unseres Umfelds und wenn man selbiges zumindest temporaer verlaesst, hilft das ungemein dabei, neue Perspektiven einnehmen zu können!

5. Nicht zum Einsiedlerkrebs werden

Ohne soziale Kontakte verkuemmern wir und genau deshalb sind diese auch im HomeOffice so wichtig!

Was mir in der Vergangenheit geholfen hat:

  • In den sozialen Medien oder im Messenger mal einen Chat mit spannenden Menschen halten
  • Besucht Netzwerk-Events oder Messen vor Ort
  • Ein Coworking-Space kann für euch die perfekte Umgebung zum Netzwerken sein
  • Hotels bieten oft Happy Hours in ihren Lounges an. Perfekt um interessante Menschen zu treffen!

Seid kreativ. Probiert aus, was EUCH gut tut und nicht was euch andere raten. Euer Job, euer Kopf, eure Inspiration, euer Business!

6. Dein HomeOffice muss dein Happy Place sein

An dieser Stelle erstmal Glueckwunsch! Du, der diesen Artikel liest, hast die einmalige Chance, dir dein ganz individuelles HomeOffice einzurichten. Nach deinen Wuenschen. Mit deinen Ideen und mit den Dingen, die dich motivieren, aber auch inspirieren. Farben, Licht, Bilder, Objekte, Musik, Duefte… Dein Office, deine Regeln!

DU MUSST DICH WOHLFUEHLEN!

7. Gesundes Essen ist wichtig

Mit “Kueche statt Kantine” haben wir uns bei Stbnhckr ganz bewusst für Ernaehrungs-Inhalte entschieden. Ex-Nationalmannschaftskoch Holger Stromberg war einer der großen Treiber unseres Formats und zeigt in jeder Podcast-Ausgabe, wie wichtig nachhaltige und gesunde Ernaehrung im HomeOffice ist.

Aber das HomeOffice bietet auch noch andere Herausforderungen, denn schliesslich fehlen die Routinen mit den Kolleg*innen. Kaffee- und Mittagspausen werden schnell mal ein wenig flexibler ausgelegt (wenn ueberhaupt) und wir tendieren gerne mal zum Snack zwischendurch. Ach – und wie sagten nicht schon unsere Großeltern: Du musst auch genug trinken!

Packt min. 2 Liter Wasser in einen Krug und seht einfach zu, diesen zum Ende des Tages leer zu haben!

8. Bitte nicht stören

Ich hab es schon unter Punkt 3 angesprochen und auch wenn das BBC-Reporter-Beispiel sicherlich ein Extrem und verdammt sympathisch ist, so helfen solche Unterbrechungen nicht wirklich, um produktiv durch den Tag zu kommen.

Ihr muesst euren Mitbewohner*innen, Familie, Kolleg*innen zeigen, dass ihr arbeitet und das ist nun wirklich nicht schwer. Einfach ein kleines “Achtung Aufnahme”-Schild vor die Tür des HomeOffice hängen, ja vielleicht auch einfach mal abschliessen und damit zeigen: Bitte lasst mich in Ruhe arbeiten! Der Kreativitaet sind dabei keine Grenzen gesetzt. Nutzt das. Nichterreichbarkeit und das Anzeigen selbiger kann auch Spass machen!

9. Strukturen und Routinen schaffen

Eigentlich fasst dies die vorherigen 8 Punkte zusammen, denn all diese sollen euch dabei helfen, Strukturen zu schaffen und Routinen einzufuehren. Die groeßte Challenge dabei: diese auch tagtaeglich durchzuziehen, denn nur dann findet das zwischen euren Ohren statt, was für ein erfolgreiches HomeOffice so wichtig ist: Ihr muesst euch neu konditionieren.

Strukturen koennen dabei sowohl die Ausstattung eures Arbeitsplatzes ein, wie auch taeglich mal einen kleinen Spaziergang zu einer vorbestimmten Uhrzeit zu machen.

Mir hilft dies persoenlich sehr, um durch den Tag zu kommen, aber aufgepasst… Pauschalisierungen sind niemals angebracht! Was für Bildschirmarbeiterin A funktioniert, das kann beim digitalen Nomaden B schon wieder gar nicht hinhauen.

Ihr muesst wissen was sich gut anfuehlt, was euch effizient macht (ohne den Spass zu verlieren) und euch “in the Zone” bringt… Dieser Moment, wenn euch die Arbeit gluecklich macht und ihr das Gefuehl habt, mit eurem Enthusiasmus die ganze Welt zu motivieren!

10. Was tun, wenn es mal nicht so läuft?

Was passiert eigentlich wenn die HomeOffice-Muedigkeit einsetzt? Wenn ihr euch montags bereits denkt: „Boah, nicht schon wieder in den Isolations-Bunker!“

Ich bin alles andere als ein Motivationstrainer, aber wenn ihr euch dieses Listical mal genauer anschaut, dann gibt es bereits eine ganze Ladung an Ideen, die euch aus dem taeglichen Trott herausbringen können

Ob Spaziergang, Parkbesuch, neue Restaurants entdecken oder sich mal in einen Coworking-Space hocken… Wenn die Motivation in den Keller geht, dann braucht ihr Abwechslung!

Das kann übrigens auch bedeuten, dass ihr ne Runde Sport macht, die neue Episode einer Lieblingsserie schaut oder ne Runde zockt! Was euch gut tut, das tut eurer Motiviation gut und das kann auch ein Powernap nach dem Mittagsessen sein.

P.S. Pro-Tipp zum Powernap: vorher einen Kaffee trinken, dann Wecker auf 20 Minuten stellen, hinlegen und richtig fit aufwachen. Koffein benötigt so etwa 15-20 Minuten bevor es seine belebende Wirkung entfaltet!

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